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Source: IPCC External linkGlossary

IPCC Glossary for Climate Change

Aerosole
Eine Sammlung von festen oder flüssigen Partikeln in der Luft mit einer typischen Grösse zwischen 0.01 und 10 mm, die min- destens ein paar Stunden in der Atmosphäre bleiben. Aerosole können entweder natürlichen oder anthropogenen Ursprungs sein. Sie können das Klima auf zwei Arten beeinflussen: Direkt durch Streuung und Absorption der Strahlung, und indirekt als Kondensationskerne für die Wolkenbildung oder durch die Veränderung der optischen Eigenschaften und der Lebensdauer von Wolken. Der Ausdruck wird irrtümlicherweise auch mit dem Treibmittel in "Aerosol-Sprays" in Verbindung gebracht.

Albedo
Der Anteil der Sonnenstrahlung, der an einer Oberfläche oder an einem Körper reflektiert wird, oft in Prozent angegeben. Schneebedeckte Oberflächen haben eine hohe Albedo; die Albedo von Böden reicht von hoch bis tief; pflanzenbedeckte Oberflächen und Ozeane haben eine tiefe Albedo. Die Albedo der Erde variiert hauptsächlich wegen unterschiedlicher Bewölkung, Schnee-, Eis-, oder Laubbedeckung und Land- nutzungsänderungen.

Altimetry
A technique for the measurement of the elevation of the sea, land or ice surface. For example, the height of the sea surface (with respect to the centre of the Earth or, more conventionally, with respect to a standard "ellipsoid of revolution") can be measured from space by current state-of-the-art radar altimetry with centrimetric precision. Altimetry has the advantage of being a measurement relative to a geocentric reference frame, rather than relative to land level as for a tide gauge, and of affording quasi-global coverage.

Anfälligkeit
Das Mass, in dem ein System auf nachteilige Auswirkungen des Klimawandels (inklusive Klimavariabilität und Extrem- ereignisse) anfällig ist oder unfähig ist, sich solchen Auswirkungen anzupassen. Die Anfälligkeit ist eine Funktion der Art, des Ausmasses und der Geschwindigkeit von Klima- schwankungen, denen ein System ausgesetzt ist, sowie dessen Empfindlichkeit und Anpassungsfähigkeit.

Anpassungsfähigkeit
Die Fähigkeit eines Systems, sich an Klimaänderungen (inklusive Klimavariabilität und Extreme) anzupassen, um potenzielle Schäden zu mildern, von Nutzen zu profitieren oder die Folgen zu bewältigen.

Adjustment time
See: Lifetime; see also: Response time

Anthropogen
Vom Menschen verursacht oder produziert.

Atmosphäre
Die gasförmige Hülle, welche die Erde umgibt. Die trockene Atmosphäre besteht fast gänzlich aus Stickstoff (78.1 Volumen -%) und Sauerstoff (20.9 Vol.-%), zusammen mit einer Anzahl von Spurengasen wie A rgon (0.93 Vol.-%), Helium und strahlungsaktiven Treibhausgasen wie Kohlendioxid (0.035 Vol.-% ) und Ozon. Zusätzlich enthält die Atmosphäre Wasserdampf , dessen Menge stark schwankt, aber typischerweise bei 1 Vol . - % liegt. Die Atmosphäre enthält auch Wolken und Aerosole.

Siehe: Erkennung und Zuordnung.

Aufforstung
Anpflanzen neuer Wälder auf Land, das historisch gesehen nicht bewaldet war. Zur Diskussion des Begriffes Wald und damit verbundener Begriffe wie Aufforstung, Wiederaufforstung und Rodung, siehe IPCC Special Report on Land Use, Land-Use Change, and Forestry (IPCC, 2000).

Aufnahme
Die Zugabe von wichtigen Stoffen in einen Speicher. Die Aufnahme von kohlenstoffhaltigen Substanzen, insbesondere Kohlendioxid, wird im Englischen oft mit "sequestration" bezeichnet.

Autotrophic respiration
Respiration by photosynthetic organisms (plants).

Biomasse
Die Gesamtmasse der lebenden Organismen auf einer gegebe- nen Fläche oder in einem gegebenen Volumen; erst kürzlich verstorbenes Pflanzenmaterial wird meist als tote Biomasse miteinbezogen.

Biosphäre (terrestrische und marine)
Der Teil des Systems der Erde, der alle Ökosystems und lebenden Organismen in der Atmosphäre, auf dem Land (terrestrisch) oder im Meer (marin) umfasst, inklusive totes organisches Material auf dem Land und im Wasser.

Burden
The total mass of a gaseous substance of concern in the atmosphere.

C3 plants
Plants that produce a three-carbon compound during photo-synthesis; including most trees and agricultural crops such as rice, wheat, soyabeans, potatoes and vegetables.

C4 plants
Plants that produce a four-carbon compound during photo-synthesis; mainly of tropical origin, including grasses and the agriculturally important crops maize, sugar cane, millet and sorghum.

Carbonaceous aerosol
Aerosol consisting predominantly of organic substances and various forms of black carbon. (Source: Charlson and Heintzenberg, 1995, p. 401.)

Charcoal
Material resulting from charring of biomass, usually retaining some of the microscopic texture typical of plant tissues; chemically it consists mainly of carbon with a disturbed graphitic structure, with lesser amounts of oxygen and hydrogen. See: Black carbon; Soot particles. (Source: Charlson and Heintzenberg, 1995, p. 402.)

Climate feedback
An interaction mechanism between processes in the climate system is called a climate feedback, when the result of an initial process triggers changes in a second process that in turn influences the initial one. A positive feedback intensifies the original process, and a negative feedback reduces it.

Cloud condensation nuclei
Airborne particles that serve as an initial site for the condensation of liquid water and which can lead to the formation of cloud droplets. See also: Aerosols.
CO2 fertilisation
See carbon dioxide (CO2) fertilisation

Cooling degree days
The integral over a day of the temperature above 18°C (e.g. a day with an average temperature of 20°C counts as 2 cooling degree days). See also: Heating degree days.

Diurnal temperature range
The difference between the maximum and minimum temperature during a day.

Dobson Unit (DU)
A unit to measure the total amount of ozone in a vertical column above the Earth's surface. The number of Dobson Units is the thickness in units of 10-5 m, that the ozone column would occupy if compressed into a layer of uniform density at a pressure of 1013 hPa, and a temperature of 0°C. One DU corresponds to a column of ozone containing 2.69 x1020 molecules per square meter. A typical value for the amount of ozone in a column of the Earth's atmosphere, although very variable, is 300 DU.

Eiskappe
Eine kuppelförmige Eismasse, die ein Hochland bedeckt, und die ein beträchtlich kleineres Ausmass hat als ein Eisschild.

Eisschild
Eine Landeismasse, die genügend mächtig ist, um den grössten Teil der Topographie des darunterliegenden Gesteinsunter- grundes zu überdecken, so dass ihre Form hauptsächlich durch ihre innere Dynamik bestimmt ist (ein Eisstrom verformt sich innerlich und "fliesst" talwärts). Ein Eisschild fliesst von einem hohen Zentralplateau aus mit einer geringen durchschnittlichen Oberflächenneigung nach aussen. Die Ränder fallen steil ab, und das Eis wird durch schnell fliessende Eisströme oder abbrechende Gletscher abgesetzt, in manchen Fällen ins Meer oder in Schelfeis, welches auf dem Meer schwimmt. Es gibt nur zwei grosse Eisschilder in der modernen Welt - auf Grönland und in der Antarktis, wobei der antarktische Eisschild von den Transantarktischen Bergen in Ost und West getrennt wird; während den Eiszeiten gab es auch andere.

Erkennung und Zuordnung
Das Klima ändert sich ständig auf allen Zeitskalen. Die Erkennung der Klimaänderung ist das Verfahren, mit dem aufgezeigt wird, dass sich das Klima in einem bestimmten statistischen Sinn geändert hat, ohne einen Grund für diese Änderung zu nennen. Die Zuordnung der Gründe für die Klimaänderung ist das Verfahren der Bestimmung der höchstwahrscheinlichen Gründe für die entdeckten Änderungen auf einem bestimmten Vertrauensniveau.

El Niño-Südliche Oszillation (ENSO)
El Niño ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Warmwasserströmung, die periodisch entlang den Küsten von Ecuador und Peru fliesst und einen Fischmangel hervorruft, der die lokale Fischerei unterbricht. Dieses Ereignis im Meer ist mit einer Schwankung des innertropischen Bodendruck- musters und der Zirkulation im Indischen und Pazifischen Ozean verbunden, Südliche Oszillation genannt. Dieses gekop- pelte Atmosphären-Ozean-Phänomen ist allgemein als El Niño-Südliche Oszillation (ENSO) bekannt. Während eines El Niño-Ereignisses schwächen sich die vorherrschenden Passatwinde ab und der äquatoriale Gegenstrom verstärkt sich. Der dadurch bewirkte Abfluss warmer Oberflächenwasser aus der indonesischen Gegend in Richtung Osten überlagert dann die kalten Gewässer der peruanischen Strömung. Dieses Ereignis hat grosse Auswirkungen auf den Wind, die Meeresoberflächentemperaturen und die Niederschlagsmuster im tropischen Pazifik. Es hat klimatische Auswirkungen im ganzen pazifischen Raum und in vielen anderen Teilen der Welt. Das Gegenteil eines El Niño-Ereignisses wird La Niña genannt.
(mehr http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/wg1/022.htm#box4).

Emissionsszenario
Eine plausible Darstellung der zukünftigen Entwicklung der Emissionen von Substanzen, die möglicherweise strahlungswirksam sind (z.B. Treibhausgase, Aerosole), basierend auf einer kohärenten und in sich konsistenten Reihe von Annahmen über die treibenden Kräfte (wie demographische und sozioökonomische Entwicklung oder Technologiewandel) und deren Schlüsselbeziehungen. 1992 präsentierte das IPCC eine Reihe von Emissionsszenarien, die als Basis für die Klimaprojektionen im Zweiten Wissensstandsbericht (IPCC 1996) dienten. Diese Emissionsszenarien werden als die IS92- Szenarien bezeichnet. Im "IPCC Special Report on Emission Scenarios" (Nakicenovic et al., 2000) wurden neue Emissionsszenarien - die sogenannten SRES-Szenarien - veröffentlicht. Mehr Details im Abschnitt 9 dieser Studie. Siehe auch http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/wg1/338.htm

Energiegleichgewicht
Rund um die Erde und über einen längeren Zeitraum gemittelt muss der Energiehaushalt des Klimasystems im Gleichgewicht sein. Weil das Klimasystem die gesamte Energie von der Sonne erhält, impliziert dieses Gleichgewicht, dass global gesehen die Menge der einfallenden Sonnenstrahlung im Schnitt gleich gross sein muss wie die Summe der reflektierten Sonnenstrahlung und der vom Klimasystem ausgesandten Infrarotstrahlung. Eine Störung dieses globalen Strahlungsgleichgewichts, sei sie menschlich oder natürlich verursacht, wird Strahlungsantrieb genannt.

Equilibrium and transient climate experiment
An equilibrium climate experiment is an experiment in which a climate model is allowed to fully adjust to a change in radiative forcing. Such experiments provide information on the difference between the initial and final states of the model, but not on the time-dependent response. If the forcing is allowed to evolve gradually according to a prescribed emission scenario, the time dependent response of a climate model may be analysed. Such experiment is called a transient climate experiment. See: Climate projection.

Equivalent CO2 (carbon dioxide)
The concentration of CO2 that would cause the same amount of radiative forcing as a given mixture of CO2 and other greenhouse gases.

Eustatischer Meeresspiegelanstieg
Ein Anstieg des mittleren Wasserniveaus der Ozeane. Ein eustatischer Anstieg des Meeresspiegels ist eine Veränderung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegels, verursacht durch eine Veränderung des Volumens der Weltmeere. Ein relativer Anstieg des Meeresspiegels findet statt, wo ein Nettoanstieg des Meeresniveaus relativ zu lokalen Landbewegungen erfolgt. Klimamodellierer konzentrieren sich vor allem auf eine Abschätzung des eustatischen Meeresspiegelanstiegs. Forschende im Bereich der Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen sich vor allem mit dem relativen Anstieg.

Evapotranspiration
The combined process of evaporation from the Earth's surface and transpiration from vegetation.

External forcing
See: Climate system.

Extremes Wettereignis
Ein Ereignis, das an einem bestimmten Ort im Ve rgleich zu seiner normalen statistischen Verteilung selten ist. Die Definitionen für "selten" variieren, aber ein extremes Wetterereignis wäre normalerweise so selten wie oder seltener als das 10- oder 90%- Perzentil. Die Definition für "Extremwetter" kann von Ort zu Ort variieren. Ein "extremes Klimaereignis" ist ein Durchschnitt einer Anzahl von Wetterereignissen über eine bestimmte Zeitspanne, ein Durchschnitt, der für sich selbst extrem ist (z.B. die saisonale Regenmenge).

Faculae
Bright patches on the Sun. The area covered by faculae is greater during periods of high solar activity.

Flusskorrektur (engl. "flux adjustment")
Um das Problem zu vermeiden, dass allgemeine gekoppelte Atmosphären-Ozean-Modelle in einen unrealistischen Klimazustand abdriften, können Wärme- und Feuchteflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre angepasst werden (und manchmal der vom Wind erzeugte Druck auf die Meeresoberfläche), bevor diese Flüsse in den Modell-Ozean und in die Modell- Atmosphäre eingefügt werden. Weil diese Anpassungen vorausberechnet werden und deshalb unabhängig von der gekoppelten Modellberechnung sind, sind sie mit den Anomalien, die sich während den Rechnungen ergeben, nicht korreliert. Im Bericht wird der Schluss gezogen, dass der Bedarf an Flusskorrekturen in den aktuellen Modellen kleiner geworden ist.

Fossil CO2 (carbon dioxide) emissions
Emissions of CO2 resulting from the combustion of fuels from fossil carbon deposits such as oil, gas and coal.

Framework Convention on Climate Change See: United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC).

General Circulation
The large scale motions of the atmosphere and the ocean as a consequence of differential heating on a rotating Earth, aiming to restore the energy balance of the system through transport of heat and momentum.

General Circulation Model (GCM)
See: Climate model.

Geoid
The surface which an ocean of uniform density would assume if it were in steady state and at rest (i.e. no ocean circulation and no applied forces other than the gravity of the Earth). This implies that the geoid will be a surface of constant gravitational potential, which can serve as a reference surface to which all surfaces (e.g., the Mean Sea Surface) can be referred. The geoid (and surfaces parallel to the geoid) are what we refer to in common experience as "level surfaces".

Gletscher
Eine Landeismasse, die bergab fliesst (durch innere Umformung und "Fliessen") und durch die umgebende Topo- graphie (z.B. die Talseiten oder umliegende Gipfel) begrenzt ist; die Topographie des Gesteinsuntergrundes ist hauptverant - wortlich für die Dynamik und die Oberflächenneigung eines Gletschers. Ein Gletscher wird durch die Akkumulation von Schnee in den höheren Lagen genährt; dies wird durch das Abschmelzen in den tieferen Lagen oder durch das Abbrechen ins Meer wieder ausgeglichen.

Global Warming Potential (GWP)
An index, describing the radiative characteristics of well mixed greenhouse gases, that represents the combined effect of the differing times these gases remain in the atmosphere and their relative effectiveness in absorbing outgoing infrared radiation. This index approximates the time-integrated warming effect of a unit mass of a given greenhouse gas in today's atmosphere, relative to that of carbon dioxide.

Gross Primary Production (GPP)
The amount of carbon fixed from the atmosphere through photosynthesis.

Grounding line/zone
The junction between ice sheet and ice shelf or the place where the ice starts to float.

Halocarbons
Compounds containing either chlorine, bromine or fluorine and carbon. Such compounds can act as powerful greenhouse gases in the atmosphere. The chlorine and bromine containing halocarbons are also involved in the depletion of the ozone layer.

Heating degree days
The integral over a day of the temperature below 18°C (e.g. a day with an average temperature of 16°C counts as 2 heating degree days). See also: Cooling degree days.

Heterotrophic respiration
The conversion of organic matter to CO2 by organisms other than plants.

Hydrosphäre
The component of the climate system comprising liquid surface and subterranean water, such as: oceans, seas, rivers, fresh water lakes, underground water etc.

Ice shelf
A floating ice sheet of considerable thickness attached to a coast (usually of great horizontal extent with a level or gently undulating surface); often a seaward extension of ice sheets.

Indirect aerosol effect
Aerosols may lead to an indirect radiative forcing of the climate system through acting as condensation nuclei or modifying the optical properties and lifetime of clouds. Two indirect effects are distinguished:
First indirect effect
A radiative forcing induced by an increase in anthropogenic aerosols which cause an initial increase in droplet concentration and a decrease in droplet size for fixed liquid water content, leading to an increase of cloud albedo. This effect is also known as the Twomey effect. This is sometimes referred to as the cloud albedo effect. However this is highly misleading since the second indirect effect also alters cloud albedo.
Second indirect effect
A radiative forcing induced by an increase in anthropogenic aerosols which cause a decrease in droplet size, reducing the precipitation efficiency, thereby modifying the liquid water content, cloud thickness, and cloud life time. This effect is also known as the cloud life time effect or Albrecht effect.

Industrial revolution
A period of rapid industrial growth with far-reaching social and economic consequences, beginning in England during the second half of the eighteenth century and spreading to Europe and later to other countries including the United States. The invention of the steam engine was an important trigger of this development. The industrial revolution marks the beginning of a strong increase in the use of fossil fuels and emission of, in particular, fossil carbon dioxide. In this Report the terms pre-industrial and industrial refer, somewhat arbitrarily, to the periods before and after 1750, respectively.

Infrared radiation
Radiation emitted by the earth's surface, the atmosphere and the clouds. It is also known as terrestrial or long-wave radiation. Infrared radiation has a distinctive range of wavelengths ("spectrum") longer than the wavelength of the red colour in the visible part of the spectrum. The spectrum of infrared radiation is practically distinct from that of solar or short-wave radiation because of the difference in temperature between the Sun and the Earth-atmosphere system.

Integrative Einschätzung (Assessment)
Eine Analysenmethode, die Resultate und Modelle aus den physikalischen, biologischen, ökonomischen und sozialen Wissenschaften sowie die Wechselbeziehungen zwischen diesen Bestandteilen in einem einheitlichen Rahmen kombiniert, um den Zustand und die Folgen des Umweltwandels und die darauf folgenden Reaktionen der Politik zu evaluieren.

Internal variability
See: Climate variability.

Inverse modelling
A mathematical procedure by which the input to a model is estimated from the observed outcome, rather than vice versa. It is, for instance, used to estimate the location and strength of sources and sinks of CO2 from measurements of the distribution of the CO2 concentration in the atmosphere, given models of the global carbon cycle and for computing atmospheric transport.

Isostatic land movements
Isostasy refers to the way in which the lithosphere and mantle respond to changes in surface loads. When the loading of the lithosphere is changed by alterations in land ice mass, ocean mass, sedimentation, erosion or mountain building, vertical isostatic adjustment results, in order to balance the new load.

Kholenstoffkreislauf
Der Begriff beschreibt den Kohlenstofffluss (in verschiedenen Formen, z.B. als Kohlendioxid) durch die Atmosphäre, das Meer, die terrestrische Biosphäre und den Gesteinsuntergrund.

Kohlendioxid (CO2)
Ein natürlich vorkommendes Gas, auch ein Nebenprodukt von der Verbrennung fossiler Treibstoffe und Biomasse und von Landnutzungsänderungen und industriellen Prozessen. Es ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas, das die Strahlungsbilanz der Erde beeinflusst. Es ist das "Bezugsgas", gegenüber welchem die anderen Treibhausgase gemessen werden, und hat deshalb ein Treibhausgaspotenzial von 1.

Kholendioxiddüngung (CO2)
Verstärktes Wachstum von Pflanzen aufgrund der erhöhten CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Der Düngungseffekt tritt je nach Pflanzensorte unterschiedlich stark auf, in Abhängigkeit von deren Photosynthese-Mechanismus. C3-Pflanzen (Bäume, Getreide, Kartoffeln, Gemüse) zum Beispiel reagieren stärker auf CO2 als C4-Pflanzen (tropische Pflanzen, z.B. Gräser, Mais, Zuckerrohr und Hirse).

Klima
Klima im engen Sinn ist normalerweise definiert als das
"Durchschnittswetter", oder genauer als die statistische Beschreibung des Wetters in Form von Durchschnittswerten und der Variabilität relevanter Grössen über eine Zeitspanne im Bereich von Monaten bis Tausenden von Jahren. Der klassische, von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definierte Zeitraum sind 3 Jahrzehnte. Diese Grössen sind meistens Oberflächenvariablen, wie Temperatur, Niederschlag und Wind. Klima im weiteren Sinn ist der Zustand des Klimasystems, einschliesslich einer statistischen Beschreibung.

Klimaänderung
Klimaänderung bezieht sich auf jede Änderung des Klimas im Verlauf der Zeit, sei dies aufgrund von natürlichen Schwankungen oder menschlichen Aktivitäten. Dieser Gebrauch unter- scheidet sich von demjenigen des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), das "Klimaänderungen" definiert als "Änderungen des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern, und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen." Siehe auch Klimavariabilität.

Klimamodell (Hierarchie)
Eine numerische Darstellung des Klimasystems, die auf den physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften seiner Bestandteile, seinen Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozessen basiert und alle oder einige seiner bekannten Eigenschaften berechnet. Das Klimasystem kann von Modellen unterschiedlicher Komplexität dargestellt werden (z.B. kann für irgendeinen Bestandteil oder eine Kombination von Bestandteilen eine Modellhierarchie bestimmt werden, die sich in Aspekten unterscheidet wie der Anzahl der räumlichen Dimensionen, dem Ausmass, in welchem physikalische, chemische oder biologische Prozesse explizit dargestellt werden, oder bis zu welchem Grad empirische Parametrisierungen verwendet werden). Gekoppelte allgemeine Atmosphären-Ozean- Meereis-Zirkulationsmodelle (AOGCM) bieten eine umfassende Darstellung des Klimasystems. Es gibt eine Entwicklung in Richtung noch komplexerer Modelle mit aktiver Chemie und Biologie. Klimamodelle werden als Forschungsinstrument angewendet, um das Klima zu untersuchen und zu simulieren, aber auch für operationelle Zwecke, einschliesslich monatlicher, saisonaler und jahresübergreifender Klimaprognosen.

Klimaprognose
Eine Klimaprognose oder Klimavorhersage ist eine Beschreibung oder Schätzung der höchstwahrscheinlichen aktuellen Entwicklung des Klimas in der Zukunft (z.B. auf saisonaler, jahresübergreifender oder längerfristiger Zeitskala). Siehe auch Klimaprojektion und Klimaszenario.

Klimaprojektion
Eine Projektion der Reaktion des Klimasystems auf Emissions- oder Konzentrationsszcenarien von Treibhausgasen, Aerosolen oder Strahlungsantriebs-Szenarien, häufig auf Klimamodellsimulationen basierend. Klimaprojektionen werden von Klimaprognosen unterschieden, um zu betonen, dass Klimaprojektionen von den verwendeten Emissions-/Konzentrations- und Strahlungsantriebs-Szenarien abhängen, die auf Annahmen, z.B. über zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen, beruhen, die nur eventuell verwirklicht werden und deshalb mit erheblicher Unsicherheit verbunden sind.

Klimaszenario
Eine plausible und oft vereinfachte Beschreibung des zukünftigen Klimas, die auf einer in sich konsistenten Zusammenstellung von klimatologischen Beziehungen beruht und die zum expliziten Zweck konstruiert wurde, die möglichen Folgen einer anthropogenen Klimaänderung zu erforschen. Klimaprojektionen dienen oft als Rohmaterial zur Konstruktion der Klimaszenarien, aber Klimaszenarien benötigen normalerweise zusätzliche Informationen, wie über das beobachtete Klima der Gegenwart. Ein "Klimaänderungsszenario" ist der Unterschied zwischen einem Klimaszenario und dem gegenwärtigen Klima.

Klimasensitivität
In den Berichten des IPCC bezieht sich die Gleichgewichts- Klimasensitivität auf die Gleichgewichtsänderung der globalen mittleren Oberflächentemperatur als Folge einer Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Konzentration. Allgemeiner ausgedrückt bedeutet eine ausgeglichene Klimasensitivität eine Gleichgewichtsänderung der bodennahen Lufttemperatur als Folge einer Änderung des Strahlungsantriebs (°C/Wm-2) um eine Einheit. Gewöhnlich erfordert die Evaluation der Gleichgewichts-Klimasensitivität sehr lange Simulationen mit den Gekoppelten Allgemeinen Zirkulationsmodellen. Siehe auch Klimamodell. Die effektive Klimasensitivität ist eine damit verbundene Grösse, die diese Bedingung umgeht. Sie wird mit Modellberechnungen evaluiert, die nicht- Gleichgewichts-Bedingungen entwickeln. Sie ist ein Mass für die Stärke der Rückkoplungen zu einer bestimmten Zeit und kann aufgrund der Geschichte der Einflussfaktoren und des Klimazustandes variieren. Mehr in Details in Section 9.2.1 im Abschnitt 9 dieser Studie.

Klimasystem
Das Klimasystem ist ein höchst komplexes System, das aus fünf Hauptbestandteilen besteht: der Atmosphäre, der Hydrosphäre, der Kryosphäre, der Landoberfläche und der Biosphäre sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen. Das Klimasystem verändert sich über die Zeit unter dem Einfluss seiner eigenen inneren Dynamik und durch externe Kräfte wie Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und menschlich induzierte Einflüsse wie die Änderung der Zusammensetzung der Atmosphäre und Landnutzung.

Klimavariabilität
Klimavariabilität bezieht sich auf Schwankungen des mittleren Zustandes und anderer Statistiken (wie Standardabweichungen, Vorkommen von Extremerscheinungen, etc.) des Klimas auf allen zeitlichen und räumlichen Skalen, die über einzelne Wetterereignisse hinausgehen. Die Variabilität kann durch natürliche interne Prozesse innerhalb des Klimasystems (interne Variabilität) oder durch natürliche oder anthropogene externe Einflüsse (externe Variabilität) begründet sein. Siehe auch Klimaänderung.al or anthropogene external forcing (external variability). Siehe auch: Klimaänderung.

Kryosphäre
Der Teil des Klimasystems bestehend aus Schnee, Eis und Permafrostoberfläche und unterhalb der Erd- und Meeresoberfläche.

Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 an der dritten Vertragsstaatenkonferenz (COP) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ( UNFCCC ) in Kyoto, Japan, angenommen. Es enthält rechtlich bindende Verpflichtungen in Ergänzung zu denjenigen im UNFCCC. Länder, die in Anhang B des Protokolls aufgeführt sind (die meisten OECD-Staaten und Schwellenländer), vereinbarten eine Reduktion ihrer anthropogenen Treibhausgas-Emissionen (CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs und SF6) um mindestens 5% unter den Stand von 1990 innerhalb des Verpflichtungszeitraums von 2008 bis 2012. Das Kyoto- Protokoll ist noch nicht in Kraft getreten (Stand: April 2002).

Landnutzung
Die Gesamtheit der Vorkehrungen, Aktivitäten und Investitionen, die in einem bestimmten Landbedeckungstyp vorgenommen werden (eine Reihe menschlicher Aktivitäten). Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Zweck, für den Land bewirtschaftet wird (z.B. Weidewirtschaft, Holznutzung, Naturschutz).

Landnutzungsänderung
Eine Änderung in der Nutzung oder Bewirtschaftung des Landes durch den Menschen, die zu Bodenbedeckungs-änderungen führen kann. Bodenbedeckungs- und Nutzungsänderungen können Auswirkungen auf Albedo, Verdungstung, Quellen und Senken von Treibhausgasen oder auf andere Eigenschaften des Klimasystems haben und können deshalb eine Wirkung aufs lokale oder globale Klima haben. Das Thema wird im IPCC- Bericht "IPCC Special Report on Land Use, Land Use Change, and Forestry" (IPCC, 2000) behandelt.

La Niña
Siehe: El Niño-Süderliche Oszillation .

Lebensdauer
Lebensdauer ist ein allgemeiner Begriff für verschiedene Zeitskalen, welche die Geschwindigkeit der Prozesse beschreiben, welche die Spurengaskonzentration beeinflussen. Die folgenden Lebensdauern können unterschieden werden: Die Umsatzzeit (T) ist das Verhältnis der Masse M eines Speichers - z.B. eines Gases in der Atmosphäre - und der totalen Abbaurate S des Speichers: T=M/S. Für jeden Abbauprozess können separate Umsatzzeiten definiert werden. Anpassungszeit oder Reaktionszeit (Ta) ist die Zeitskala, die den Abbau einer plötzlich dem Speicher zugeführten Menge charakterisiert. Der Ausdruck "Lebensdauer" wird manchmal der Einfachheit halber stellvertretend für "Anpassungszeit" verwendet. In einfachen Fällen, wo der globale Abbau einer Verbindung direkt proportional zur Masse des Speichers ist, ist die Anpassungszeit gleich der Umsatzzeit: T =T a. Ein Beispiel ist CFC-11, das nur durch photochemische Prozesse in der Stratosphäre aus der Atmosphäre entfernt wird. In komplizierteren Fällen, wo mehrere Speicher beteiligt sind oder der Abbau nicht proportional zur totalen Masse ist, gilt T = Ta nicht mehr. Kohlendioxid (CO2) ist ein extremes Beispiel. Die Umsatzzeit beträgt aufgrund des raschen Austausches zwischen Atmosphäre und der ozeanischen und terrestrischen Flora und Fauna nur etwa 4 Jahre. Allerdings wird ein grosser Teil dieses CO2 innert weniger Jahre wieder in die Atmosphäre abgegeben. Deshalb wird die Anpassungszeit des CO2 in der Atmosphäre eigentlich durch die Rate der Überführung von der Oberflächenschicht des Ozeans in die tieferen Schichten bestimmt. Obwohl näherungsweise ein Wert von 100 Jahren genannt werden kann, erfolgt die tatsächliche Anpassung zu Beginn schneller und später langsamer. Im Falle von Methan (CH4) ist die Anpassungszeit von der Umsatzzeit verschieden, weil der Abbau hauptsächlich durch das Hydroxylradikal OH erfolgt, dessen Konzentration seinerseits von der Methankonzentration abhängig ist. Deshalb ist der Methanabbau nicht proportional zur Masse M.

Lithosphere
The upper layer of the solid Earth, both continental and oceanic, which comprises all crustal rocks and the cold, mainly elastic, part of the uppermost mantle. Volcanic activity, although part of the lithosphere, is not considered as part of the climate system, but acts as an external forcing factor. See: Isostatic land movements.

LOSU (Level of Scientific Understanding)
This is an index on a 4-step scale (High, Medium, Low and Very Low) designed to characterise the degree of scientific understanding of the radiative forcing agents that affect climate change. For each agent, the index represents a subjective judgement about the reliability of the estimate of its forcing, involving such factors as the assumptions necessary to evaluate
the forcing, the degree of knowledge of the physical/ chemical mechanisms determining the forcing and the uncertainties surrounding the quantitative estimate.

Mean Sea Level
See: Relative Sea Level.

Mixing ratio
See: Mole fraction.

Modelle hierarchie
Siehe: Klimamodelle.

Mole fraction
Die Molfraktion oder das Mischungsverhältnis ist das Verhältnis der Anzahl Mole (vgl. Anhang: Einheiten) einer Komponente innerhalb eines gegebenen Volumens zur totalen Anzahl Mole aller Komponenten in diesem Volumen. Es wird normalerweise für trockene Luft gebraucht. Typische Werte für langlebige Treibhausgase sind mmol/mol (Teile pro Millionparts per million, ppm), nmol/mol (Teile pro Milliardeparts per billion, ppb) und fmol/mol (Teile pro Billion, parts per tri lion: ppt). Die Molfraktion unterscheidet sich vom Volumen- Mischungsverhältnis, das oft in ppmv etc. ausgedrückt wird, durch die Korrekturen für die nicht idealen Zustände von Gasen. Diese Korrektur ist im Verhältnis zur Messgenauigkeit für viele Triebhausgase signifikant. (Quelle: Schwartz und Warneck, 1995)

Montreal-Protokoll
Das Montreal-Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, wurde 1987 in Montreal angenommen und in London (1990), Kopenhagen (1992), Wien (1995), Montreal (1997) und Beijing (1999) laufend angepasst und ergänzt. Es kontrolliert den Verbrauch und die Produktion von chlor- und bromhaltigen Chemikalien, die das stratosphärische Ozon zerstören, wie FCKWs, Methyl-Chloroform, Tetrachlor- kohlenstoff und viele andere.

Net Biome Production (NBP)
Net gain or loss of carbon from a region. NBP is equal to the Net Ecosystem Production minus the carbon lost due to a disturbance, e.g. a forest fire or a forest harvest.

Net Ecosystem Production (NEP)
Net gain or loss of carbon from an ecosystem. NEP is equal to the Net Primary Production minus the carbon lost through heterotrophic respiration.

Net Primary Production (NPP)
The increase in plant biomass or carbon of a unit of a landscape. NPP is equal to the Gross Primary Production minus carbon lost through autotrophic respiration.

Nitrogen fertilisation
Enhancement of plant growth through the addition of nitrogen compounds. In IPCC Reports, this typically refers to fertilisation from anthropogenic sources of nitrogen such as human-made fertilisers and nitrogen oxides released from burning fossil fuels.

Non-linearity
A process is called "non-linear" when there is no simple proportional relation between cause and effect. The climate system contains many such non-linear processes, resulting in a system with a potentially very complex behaviour. Such complexity may lead to rapid climate change.

Nordatlantische Oszillation (NAO)
Die Nordatlantische Oszillation besteht aus entgegengesetzten Schwankungen des barometrischen Drucks bei Island und bei den Azoren. Es ist der dominante Modus der winterlichen Klimavariabilität in der nordatlantischen Region und erstreckt sich vom zentralen Nordamerika bis hin zu Europa.

Ökosystem
Ein ausgebildetes System von sich gegenseitig beeinflussenden lebenden Organismen und ihrer physischen Umwelt. Die Definition der Grenzen eines ÖKosystems variiert je nach Schwerpunkt der Untersuchung. Deshalb kann das Ausmass eines Ökosystems von sehr kleinräumig bis sogar weltumspannend sein.

Organisches Aerosol
Aerosolpartikel, die vorwiegend aus organischen Bestandteilen bestehen, hauptsächlich C, H, O und kleineren Mengen anderer Elemente. (Quelle; Charlson und Heintzenberg, 1995, S.405).

Ozon
Ozon, die triatomische Form von Sauerstoff (O3), ist ein gasförmiger Bestandteil der Atmosphäre. In der Troposphäre wird es sowohl natürlich als auch durch photochemische Reaktionen unter Einbezug von Gasen, die von menschlichen Aktivitäten herrühren, gebildet ("photochemischer Smog"). In hohen Konzentrationen kann troposphärisches Ozon auf eine grosse Anzahl von lebenden Organismen schädigend wirken. Troposphärisches Ozon wirkt als Treibhausgas. In der Stratosphäre wird Ozon durch das Zusammenwirken von solarer Ultraviolettstrahlung und molekularem Sauerstoff (O2) gebil- det. Stratosphärisches Ozon spielt eine entscheidende Rolle in der stratosphärischen Strahlungsbilanz. Der Abbau stratosphärischen Ozons infolge chemischer Reaktionen, die durch die Klimaänderung verstärkt werden können, hat eine Zunahme der ultravioletten (UV-) B-Strahlung in Bodennähe zur Folge. Siehe auch Montreal-Protokoll.

Ozonloch
Siehe: Ozonschicht.

Ozonschicht
Die Stratosphäre enthält die Schicht, in der die Ozonkonzen- tration am grössten ist, die sogenannte Ozonschicht. Die Schicht erstreckt sich von etwa 12 bis 40 km Höhe. Die Ozon- konzentration erreicht zwischen etwa 20 und 25 km Höhe ein Maximum. Diese Schicht wird aufgrund menschlicher Emissionen von Chlor- und Bromverbindungen abgebaut. Jedes Jahr findet während des Frühlings auf der Südhalbkugel über der Antarktis ein sehr starker Abbau der Ozonschicht statt, der ebenfalls durch die anthropogene Emission von Chlor- und Bromverbindungen und in Kombination mit den spezifischen meteorologischen Verhältnissen in diesem Gebiet verursacht wird. Dieses Phänomen wird Ozonloch genannt.

Parametrization
In climate models, this term refers to the technique of representing processes, that cannot be explicitly resolved at the spatial or temporal resolution of the model (sub-grid scale processes), by relationships between the area or time averaged effect of such sub-grid scale processes and the larger scale flow.

Patterns of climate variability
Natural variability of the climate system, in particular on seasonal and longer time-scales, predominantly occurs in preferred spatial patterns, through the dynamical non-linear characteristics of the atmospheric circulation and through interactions with the land and ocean surfaces. Such spatial patterns are also called "regimes" or "modes". Examples are the North Atlantic Oscillation (NAO), the Pacific-North American pattern (PNA), the El Niño-Southern Oscillation (ENSO), and the Antarctic Oscillation (AO).

Photosynthesis
The process by which plants take CO2 from the air (or bicarbonate in water) to build carbohydrates, releasing O2 in the process. There are several pathways of photosynthesis with different responses to atmospheric CO2 concentrations. See: carbon dioxide fertilisation.

Pool
Siehe: Reservoir.

Post-glacial rebound
The vertical movement of the continents and sea floor following the disappearance and shrinking of ice sheets, e.g. since the Last Glacial Maximum (21 ky BP). The rebound is an isostatic land movement.

Ppm, ppb, ppt
Siehe: Molefraktion.

Precursors
Atmospheric compounds which themselves are not greenhouse gases or aerosols, but which have an effect on greenhouse gas or aerosol concentrations by taking part in physical or chemical processes regulating their production or destruction rates.

Pre-industrial
See: Industrial revolution.

Projektion (allgemein)
Eine Projektion ist eine potentielle zukünftige Entwicklung einer Eigenschaft oder eines Sets von Quantitäten, oft mit Hilfe eines Modells berechnet. Projektionen werden von Prognosen unterschieden, um hervorzuheben, dass sie Annahmen beinhalten - z.B. betreffend künftiger sozioökonomischer und technologischer Entwicklungen, die vielleicht realisiert werden, vielleicht aber auch nicht - und dass sie deshalb wesentlichen Unsicherheiten unterworfen sind. Siehe auch Klimaprojektion und Klimaprognose.

Proxi
Ein Proxi-Klimaindikator ist eine lokale Datenquelle, die unter Anwendung physikalischer und biophysikalischer Prinzipien interpretiert wird, um gewisse Kombinationen von klimabezogenen Variationen in der Ve rgangenheit aufzuzeigen. Klimabezogene Daten, die mit dieser Methode hergeleitet wurden, werden als Proxidaten bezeichnet. Beispiele von Proxies sind: Jahresringe von Bäumen, Eigenschaften von Korallen und verschiedene aus Eisbohrkernen abgeleitete Daten.

Quelle
Alle Prozesse, Aktivitäten oder Mechanismen, die ein Treib - hausgas, ein Aerosol oder einen Vorläufer eines Treibhausgases oder eines Aerosols in die Atmosphäre freisetzen.

Radio-echosounding
The surface and bedrock, and hence the thickness, of a glacier can be mapped by radar; signals penetrating the ice are reflected at the lower boundary with rock (or water, for a floating glacier tongue).

Rahmenkonvention der Ve reinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC)
Die Konvention wurde am 9. Mai 1992 in New York verab- schiedet und am Weltgipfel von 1992 von über 150 Ländern und der Europäischen Gemeinschaft unterschrieben. Ihr ulti- matives Ziel ist die "Stabilisierung von Treibhausgaskonzen- trationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, das gefährliche anthropogene Beeinträchtigungen des Klimasystems verhin- dert". Es umfasst Verpflichtungserklärungen aller Parteien. Unter der Konvention zielen die in Anhang I enthaltenen Län- der darauf ab, die Treibhausgasemissionen, die nicht vom Montrealer Protokoll kontrolliert werden, bis 2000 auf das Niveau von 1990 zurückzuführen. Die Konvention ist im März
1994 in Kraft getreten. Siehe auch Kyoto-Protokoll.

Rapid climate change
The non-linearity of the climate system may lead to rapid climate change, sometimes called abrupt events or even surprises. Some such abrupt events may be imaginable, such as a dramatic reorganisation of the thermohaline circulation, rapid deglaciation, or massive melting of permafrost leading to fast changes in the carbon cycle. Others may be truly unexpected, as a consequence of a strong, rapidly changing, forcing of a non-linear system.

Räumliche und zeitliche Skalen
Das Klima kann in einem weiten Spektrum von räumlichen und zeitlichen Skalen schwanken. Räumliche Skalen variieren von lokal (weniger als 100'000 km2) über regional (100'000 bis 10 Mio km2) bis zu kontinental (10 bis 100 Mio km2). Zeit- räume variieren von saisonal bis zu geologisch (Hunderte von Millionen Jahren).

Rodung
Die Abholzung von Wald. Zur Diskussion des Begriffes Wald und damit verbundenen Begriffen wie Aufforstung, Wiederaufforstung und Rodung siehe "IPCC Special Report on Land Use, Land-Use Change, and Forestry" (IPCC, 2000)

Regimes
Preferred patterns of climate variability.

Relative Sea Level
Sea level measured by a tide gauge with respect to the land upon which it is situated. Mean Sea Level (MSL) is normally defined as the average Relative Sea Level over a period, such as a month or a year, long enough to average out transients such as waves.

(Relative) Sea Level Secular Change
Long term changes in relative sea level caused by either eustatic changes, e.g. brought about by thermal expansion, or changes in vertical land movements.

Reservoir
Ein Reservoir ist eine Komponente des Klimasystems ausserhalb der Atmosphäre, das die Kapazität hat, eine problematische Substanz wie z.B. Kohlenstoff, ein Treibhausgas oder einen Vorläufer davon zu speichern, zu akkumulieren oder freizusetzen. Ozeane, Böden und Wälder sind Beispiele für Kohlenstoffreservoirs. Pool ist ein synonymer Begriff (allerdings schliesst die Definition von Pooloft auch die Atmosphäre mit ein). Die absolute Menge von problematischen Substanzen, die in einem Reservoir zu einer bestimmten Zeit gespeichert ist, wird als Vorrat ("stock") bezeichnet.

Respiration
The process whereby living organisms convert organic matter to CO2, releasing energy and consuming O2.

Response time
The response time or adjustment time is the time needed for the climate system or its components to re-equilibrate to a new state, following a forcing resultinsg from external and internal processes or feedbacks. It is very different for various components of the climate system. The response time of the troposphere is relatively short, from days to weeks, whereas the stratosphere comes into equilibrium on a time-scale of typically a few months. Due to their large heat capacity, the oceans have a much longer response time, typically decades, but up to centuries or millennia. The response time of the strongly coupled surface-troposphere system is, therefore, slow compared to that of the stratosphere, and mainly determined by the oceans. The biosphere may respond fast, e.g. to droughts, but also very slowly to imposed changes.
See: Lifetime, for a different definition of response time pertinent to the rate of processes affecting the concentration of trace gases.

Rückkopplung
Eine Rückkopplung tritt auf, wenn ein Prozess Änderungen in einem zweiten Prozess auslöst und dieser seinerseits wieder den ursprünglichen Prozess beeinflusst; eine positive Rückkopplung verstärkt den ursprünglichen Prozess und eine negative Rückkopplung verringert ihn.

Russ
Durch Wortgebrauch definierte Partikelart, basierend auf Messungen von Lichtabsorption und chemischer Reaktivität und/oder thermischer Stabilität; besteht aus Russ, Holzkohle und/oder aus etwaig Licht absorbierendem, feuerbeständigem organischem Material. (Quelle: Charlson und Heintzenberg,
1995, S. 401)

Scenario (generic)
A plausible and often simplified description of how the future may develop, based on a coherent and internally consistent set of assumptions about driving forces and key relationships. Scenarios may be derived from projections, but are often based on additional information from other sources, sometimes combined with a "narrative storyline". See also: SRES scenarios; Climate scenario; Emission scenarios.

Sea level rise
See: Relative Sea Level Secular Change; Thermal expansion.

Sensitivity
Sensitivity is the degree to which a system is affected, either adversely or beneficially, by climate-related stimuli. Climate-related stimuli encompass all the elements of climate change, including mean climate characteristics, climate variability, and the frequency and magnitude of extremes. The effect may be direct (e.g., a change in crop yield in response to a change in the mean, range, or variability of temperature) or indirect (e.g., damages caused by an increase in the frequency of coastal flooding due to sea-level rise).

Sequestration
See: Uptake.

Significant wave height
The average height of the highest one-third of all sea waves occurring in a particular time period. This serves as an indicator of the characteristic size of the highest waves.

Senke
Alle Prozesse, Aktivitäten oder Mechanismen, die ein Treibhausgas, ein Aerosol oder einen Vorläufer eines Treibhausgases oder eines Aerosols aus der Atmosphäre entfernen.

Soil moisture
Water stored in or at the land surface and available for evaporation.

Sonnenaktivität
Die Sonne weist Perioden von hoher Aktivität auf, die sich in der Anzahl der Sonnenflecken wie auch in der Abstrahlung, in der magnetischen Aktivität und in der Emission von hochener- getischen Partikeln ausdrücken. Diese Variationen finden auf Zeitskalen von zwischen Millionen von Jahren bis zu Minuten statt. Siehe auch Solarer Zyklus.

Solarer Zyklus ("11-Jahres-Zyklus")
Eine quasi-stationäre Schwingung der solaren Aktivität mit variierender Amplitude und einer Wiederkehrperiode von zwischen 9 und 13 Jahren.

Sonnenstrahlung
Von der Sonne abgegebene Strahlung. Sie wird auch als Kurzwellenstrahlung bezeichnet. Solare Strahlung weist eine bestimmte Spannbreite von Wellenlängen (Spektrum) auf, die von der Temperatur der Sonne abhängig sind.Siehe auch : Infrarotstrahlung.

Soot particles
Particles formed during the quenching of gases at the outer edge of flames of organic vapours, consisting predominantly of carbon, with lesser amounts of oxygen and hydrogen present as carboxyl and phenolic groups and exhibiting an imperfect graphitic structure. See: Black carbon; Charcoal. (Source: Charlson and Heintzenberg, 1995, p. 406.)

SRES-Szenarien
SRES-Szenarien sind Emissionsszenarien, die von Nakicenovic et al. (2000) entwickelt wurden und die unter anderem als Basis für die Klimaprojektionen verwendet wur- den. Folgende Begriffe sind für ein besseres Verständnis der Struktur und des Gebrauchs der SRES-Szenarien wichtig:

(Szenarien)familie: Szenarien, die von einer ähnlichen demographischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und den technologischen Wandel betreffenden Modellgeschichte ausgehen. Das SRES-Szenarienset umfasst vier Szenarienfamilien: A1, A2, B1 und B2.

(Szenarien)gruppe
Szenarien innerhalb einer Familie, die eine konsistente Variation der Modellgeschichte reflektie- ren. Die A1-Szenarienfamilie umfasst vier Gruppen, bezeichnet mit A1T, A1C, A1G und A1B, die verschiedene mögliche Strukturen künftiger Energiesysteme untersuchen. In der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger von Nakicenovic et al. (2000) wurden die Gruppen A1C und A1G zur Gruppe A1FI ("fossilintensiv") zusammengefasst. Die anderen drei Szenarienfamilien enthalten je eine Gruppe. Das SRES-Szenarienset in der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger von Nakicenovic et al. (2000) besteht also aus sechs verschiedenen Szenariengruppen, von denen jede gleich stichhaltig ist und die zusammengenommen den Bereich der Unsicherheiten abdecken, die im Zusammenhang mit Einflussfaktoren und Emissionen herrschen.

Illustratives Szenario
Szenarien, die jede der sechs Szenariengruppen, die in der Zusammenfassung für politi- sche Entscheidungsträger von Nakicenovic et al. (2000) aufgeführt sind, veranschaulichen. Sie schliessen vier revidierte "Szenarienmarker" für die Szenariengruppen A1B, A2, B1, B2 und zwei zusätzliche Szenarien für die Gruppen A1FI und A 1 T ein. Alle Szenariengruppen sind gleich stichhaltig.

(Szenarien)marker
Ein Szenario, das ursprünglich als Entwurf auf der SRES-Website veröffentlicht war, um eine gegebene Szenarienfamilie zu repräsentieren. Die Auswahl der Marker basierte auf Eigenschaften von spezifischen Modellen und auf der Entscheidung, welche der ursprünglichen Quantifizierungen die Modellgeschichte am besten widerspiegelte. Marker sind nicht wahrscheinlicher als andere Szenarien, aber das SRES-Autorenteam erachtet sie als geeignet, um eine bestimmte Modellgeschichte zu veranschaulichen. Sie sind in revidierter Form in Nakicenovic et al. (2000) eingefügt. Diese Szenarien wurden den strengsten Prüfungen unterzogen, sowohl vom Autorenteam wie auch durch den offenen SRES-Prozess. Auch für die ande- ren zwei Szenariengruppen wurden zur Veranschaulichung Szenarien ausgewählt.

(Szenarien) modellgeschichte
Eine erzählende Beschreibung eines Szenarios (oder einer Szenarienfamilie), die dessen Haupteigenschaften und die Zusammenhänge zwischen den Haupteinflussfaktoren und deren Evolutionsdynamik hervorhebt .

Stock
See: Reservoir.

Storm surge
The temporary increase, at a particular locality, in the height of the sea due to extreme meteorological conditions (low atmospheric pressure and/or strong winds). The storm surge is defined as being the excess above the level expected from the tidal variation alone at that time and place.

Strahlungsantrieb
Der Strahlungsantrieb ist die Veränderung in der vertikalen Nettoeinstrahlung (ausgedrückt in Watt pro Quadratmeter: Wm-2) an der Tropopause aufgrund einer internen Veränderung oder einer Veränderung im externen Antrieb des klimasystems, wie z.B. eine Veränderung in der Konzentration von CO2 oder der Sonnenstrahlung. Normalerweise wird der Strahlungsntrieb nach Angleichung der stratosphärischen Temperaturen an das Strahlungsgleichgewicht berechnet, während alle troposphärischen Eigenschaften auf ihren ungestörten Werten konstant gehalten werden. Der Strahlungsantrieb wird als unverzögert bezeichnet, wenn keine Veränderung in den stratosphärischen Temperaturen beobachtet werden.

Strahlungsantriebs-Szenario
Eine plausible Darstellung der künftigen Entwicklung der Strahlungsantriebe, z.B. in Verbindung mit Veränderungen in der atmosphärischen Zusammensetzung oder der Landnutzung, oder mit externen Faktoren wie z.B. Variationen in der Sonnenaktivität. Szenarien zum Strahlungsantrieb können als Input für vereinfachte Klimamodelle benutzt werden, um Klimaprojektionen zu berechnen.

Stratosphäre
Stark geschichtete Zone der Atmosphäre oberhalb der Troposphäre zwischen ca. 10 und 50 km über der Erdober- fläche (die Untergrenze variiert zwischen durchschnittlich 9 km Höhe in hohen Breitengraden und 16 km in den Tropen).

Sunspots
Small dark areas on the Sun. The number of sunspots is higher during periods of high solar activity, and varies in particular with the solar cycle.

Thermische Ausdehnung
Im Zusammenhang mit dem Meeresspiegelanstieg bedeutet dies eine Volumenzunahme (und Dichteabnahme) aufgrund der Erwärmung des Wassers. Eine Erwärmung des Meeres führt zu einer Ausdehnung des Meervolumens und dadurch zu einem Anstieg des Meeresspiegels.

Thermische Zirkulation
Grossräumige Zirkulation im Ozean, ausgelöst durch Unter- schiede in Temperatur und Salinität (Salzgehalt) des Wassers. Im Nordatlantik besteht die thermohaline Zirkulation aus war- mem, nordwärts fliessendem Oberflächenwasser und kaltem, südwärts fliessendem Tiefenwasser - daraus resultiert ein pol- wärts gerichteter Wärmetransport. Das Oberflächenwasser sinkt in hohen Breitengraden in stark eingegrenzten Sink- regionen ab.

Tide gauge
A device at a coastal location (and some deep sea locations) which continuously measures the level of the sea with respect to the adjacent land. Time-averaging of the sea level so recorded gives the observed Relative Sea Level Secular Changes.

Transient climate response
The globally averaged surface air temperature increase, averaged over a 20 year period, centred at the time of CO2 doubling, i.e., at year 70 in a 1% per year compound CO2 increase experiment with a global coupled climate model.

Treibhauseffekt
Treibhausgas (darunter auch Wasserdampf) und Wolken lassen einen Teil der kurzwelligen Sonneneinstrahlung durchdringen, absorbieren aber die langwellige (Infrarot-)Ausstrahlungder Erdoberfläche und von Wolken, beziehungsweise strahlen einen Teil davon zum Erdboden zurück und einen Teil ins Weltall ab. Zwischen Erdoberfläche und Troposphäre wird also Wärme eingefangen - so entsteht der "natürliche Treibhauseffekt". Die Abstrahlung der Atmosphäre hängt von der Temperatur in der Höhe ab, in der sie ausgestrahlt wird. In der Troposphäre nimmt die Temperatur allgemein mit der Höhe ab. Tatsächlich stammt die in den Weltraum ausgestrahlte Infrarotstrahlung aus einer Höhe mit einer Temperatur von durchschnittlich -19°C, im Gleichgewicht mit der einfallenden Sonnenstrahlung, während die Erdoberfläche auf einer viel höheren Temperatur von durchschnittlich 14°C gehalten wird. Eine Zunahme der Treibhausgaskonzentration führt zu einer zunehmenden Undurchlässigkeit der Atmosphäre für Infrarot und somit zu einer Abstrahlung in den Weltraum aus grösserer Höhe bei tieferer Temperatur. Dies verursacht einen Strahlungsantrieb, ein Ungleichgewicht, das nur mit einer Zunahme der Temperatur im System Oberfläche-Troposphäre kompensiert werden kann. Dies wird der "erhöhte Treibhauseffekt" genannt.

Treibhausgas
Treibhausgase sind diejenigen gasförmigen Bestandteile in der Atmosphäre (sowohl natürlichen wie anthropogenen Ursprungs), die diejenige Strahlung spezifischer Wellenlängen innerhalb des Spektrums der Infrarotstrahlung absorbieren und wieder ausstrahlen, die von der Erdoberfläche, der Atmosphäre und den Wolken ausgestrahlt wird. Diese Eigenschaft verursacht den Treibhausgaseffekt. Wasserdampf (H 2O), Kohlendioxid
(CO2), Lachgas (N2O), Methan (CH4) und Ozon (O 3) sind die Haupttreibhausgase in der Erdatmosphäre. Ausserdem gibt es eine Anzahl von ausschliesslich vom Menschen produzierten Treibhausgasen in der Atmosphäre, wie die Halogenkohlenwasserstoffe und andere chlor- und bromhaltige Substanzen, die im Montreal-Protokoll behandelt werden. Neben CO2, N2O, und CH4 befasst sich das Kyoto-Protokoll mit den Treibhausgasen Schwefelhexafluorid (SF 6), Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs) und Perfluorkohlenstoffe (PFCs).

Tropopause
The boundary between the troposphere and the stratosphere.

Troposphäre
Der unterste Teil der Atmosphäre von der Erdoberfläche bis ca. 10 km Höhe in den mittleren Breitengraden (mit einer Spannbreite von durchschnittlich 9 km in hohen Breitengraden und 16 km in den Tropen), wo Wolken und "Wetter " - Phänomene auftreten. In der Troposphäre nimmt die Temperatur mit der Höhe normalerweise ab.

Turnover time
See: Lifetime.

Unsicherheit
Ein Ausdruck für das Ausmass, in dem ein Wert ungewiss ist (z.B. der zukünftige Zustand des Klimasystems). Unsicherheit entsteht durch einen Mangel an Information oder durch Meinungsverschiedenheiten darüber, was bekannt ist oder überhaupt bekannt sein kann. Sie kann viele Quellen haben, von bezifferbaren Fehlern in Daten bis hin zu verschwommen formulierten Konzepten und Terminologien oder unsicheren Abschätzungen über menschliches Verhalten. Unsicherheit kann deshalb entweder quantifiziert sein (z.B. durch ein Spektrum von berechneten Werten aus verschiedenen Modellen) oder durch qualitative Aussagen repräsentiert wer- den (z.B. Reflexion über ein Urteil eines Expertenteams).

Verminderung
Ein menschlicher Eingriff, um die Quellen von Treibhausgasen zu vermindern oder Senken zu vergrössern.

Volume mixing ratio
See: Mole fraction.

Wald
Ein von Bäumen dominierter Vegetationstyp. Weltweit sind viele Definitionen des Begriffes Wald in Gebrauch. Sie wider - spiegeln die grossen Unterschiede in den biogeophysischen Bedingungen sowie den sozialen und ökonomischen Strukturen. Für die Diskussion des Begriffes Wald und damit verbundene Begriffe wie Aufforstung, Wiederaufforstung, und Rodung, siehe den "IPCC Special Report on Land Use, Land- Use Change, and Forestry" (IPCC, 2000).

Wüstenbildung
Landdegradierung in ariden, semi-ariden und trockenen subhumiden Gegenden als Folge von verschiedenen Einflüssen, einschliesslich Klimavariationen und menschlicher Aktivitäten. Die UNO-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (United Nations Convention to Combat Desertification, UNCCD ) definiert Landdegradierung als Rückgang oder Verlust der biologischen oder wirtschaftlichen Produktivität und Komplexität auf natürlich oder künstlich bewässertem bebautem Land oder Weideland sowie in Wäldern oder bewaldeten Gebieten in ariden, semi-ariden und trockenen subhumiden Regionen. Die Degradierung ist eine Folge der Landnutzung, eines Prozesses oder einer Kombination von Prozessen, einschliesslich solche, die mit menschlichen Aktivitäten oder Siedlungsmustern zusammenhängen, wie z.B: (i) Bodenerosion durch Wind und/oder Wasser; (ii) Verschlechterung der physischen, chemischen, biologischen oder wirt- schaftlichen Eigenschaften des Bodens; und (iii) langfristiger Verlust von natürlicher Vegetation.

 

Source: IPCC External linkGlossar

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03-Jun-2008