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Kein Alzheimer- oder Krebsrisiko durch Aluminiumbelastung

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Kontext - Aluminium findet breite Verwendung in Lebensmittelverpackungen, Geräten, als Teil von Nahrungsmittelzusätzen, Kosmetik usw

Dies ist eine zuverlässige Synthese und Zusammenfassung mehrerer wissenschaftlichen Konsensberichts. Für die vollständige Liste der Quellen, Beziehen sich auf die Referenzen.

  • Quelle:EFSA ( (2008) / ANSM (2011)
  • Übersicht & Details: GreenFacts
Neuestes Update: 17 Dezember 2017

Einleitung

Aluminium wird in einer Vielzahl von Anwendung eingesetzt, angefangen bei der Wasserbehandlung über feuerhemmende Mittel bis hin zu Geräten für Verbraucher, Arzneimitteln wie Impfstoffen, in Deodorants und als Nahrungsmittelzusätze, in Verpackungen, Kochgeschirr usw.

Welche möglichen Gesundheitsauswirkungen hat Aluminium?

Es wurde vermutet, dass Aluminium mit Alzheimer und anderen neurodegenerativen Krankheiten in Verbindung gebracht werden kann. Es wurde auch vermutet, dass Aluminium in Verbindung mit bestimmten Krebsarten gebracht werden kann, da es in hohen Dosen zu DNA-Schäden führen kann.

Auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Daten, die seit dieser Vermutung erhoben wurden, geht das Panel der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food & Safety Agency (EFSA)) jedoch davon aus, dass von Aluminium in Nahrungsmitteln keinerlei Risiko ausgeht, an Alzheimer zu erkranken, und die französische Behörde für Arzneimittel AFSSAPS folgerte, dass die Daten nicht ausreichen, um eine spezifische Verbindung zwischen der Verwendung eines Antitranspirants und Brustkrebs herzustellen. Die derzeitige Praxis, Aluminium in Verbraucherprodukten zu verwenden, wird somit nicht als Gesundheitsrisiko eingestuft.

Welche Hauptquellen der Aluminiumbelastung des Körpers gibt es?

Es gibt zwei Hauptquellen und -wege, wie Aluminium in den Körper gelangt: durch Nahrungsmittel und über die Haut.

Für die allgemeine Bevölkerung liegt der Hauptweg der Belastung durch Aluminium im Essen. Zerealien und Getreideprodukte, Gemüse, Getränke und bestimmte Kindernahrungsrezepturen scheinen die Hauptbeteiligten zu sein. Die meisten unverarbeiteten Lebensmittel enthalten üblicherweise weniger als 5 mg Aluminium/kg, aber in Brot, Kuchen und Feingebäck finden sich häufig höhere Konzentrationen (wobei die höchsten Mengen in Keksen gefunden wurden) und manchmal auch in Gemüse. Aluminium im Trinkwasser ist eine weitere, geringfügige Quelle der Belastung durch Aluminiumbestandteile in Arzneimitteln und Verbraucherprodukten.

Die Aufnahme von Aluminium über die Haut nach einer dermalen Exposition, u. a. durch die Benutzung von Deodorants, ist immer noch kaum bekannt, da die zur Verfügung stehenden Studien von geringer Qualität sind. Die französische AFSSAPS empfiehlt daher, die Konzentration von Aluminium in kosmetischen Produkten auf 0,6 % zu begrenzen und keine Aluminium enthaltenden Kosmetika auf beschädigter Haut zu benutzen. Sie empfiehlt weiterhin, dass diese Information deutlich auf den Verpackungen angegeben werden sollte.

Die Aluminiummenge, die durch die Verdauung in die Blutbahn gelangt, ist relativ klein (0,1 % bis 0,3 %), hängt jedoch von der Art des Aluminiumbestandteils ab und einige werden bis zum Zehnfachen absorbiert. Sobald das Aluminium in der Blutbahn angekommen ist, wird es von den Nieren herausgefiltert und ausgespült. Nicht absorbiertes Aluminium wird mit den Fäkalien ausgeschieden.

Welche „wöchentliche Belastung" durch Aluminium ist „tolerierbar“ und halten die tatsächlichen Belastungen diesen Wert ein?

Auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Studien wurde die tolerierbare Belastungsgrenze für Aluminium auf 1 mg Aluminium/kg Körpergewicht/Woche festgelegt; dieser Wert ist 100 Mal niedriger als die Menge, bei der negative Auswirkungen beobachtet werden. Dieser Wert entspricht dem im Jahr 2006 von dem Gemeinsamen Expertenausschuss der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Joint FAO/WHO (JEFCA)) festgelegten Wert. Die Ergebnisse einer neueren Studie (2011) brachten keine weiteren Informationen, die Anlass zu einer erneuten Überprüfung der früheren Sicherheitsbeurteilung von in der Europäischen Union zugelassenen Nahrungsmittelzusätzen auf Aluminiumbasis geben könnten.

Ausgehend von einer Bewertung der mittleren lebensmittelbedingten Belastung der allgemeinen Bevölkerung in Europa durch Aluminium, wurde geschätzt, dass wahrscheinlich ein erheblicher Anteil der Bevölkerung eine Aufnahme von 2,3 mg Aluminium/kg Körpergewicht/Woche verzeichnet und somit die tolerierbare Aufnahmegrenze überschreitet. In der Zwischenzeit zeigte eine weitere Bewertung der französischen Bevölkerung im Jahr 2008, dass ihre Belastung unterhalb der Grenzen lag, ungeachtet dessen, welche Bevölkerungsschicht betroffen war, einschließlich Kindern.

Referenzen:
Sicherheit von Aluminium bei lebensmittelbedingter Aufnahme: wissenschaftliches Gutachten des EFSA-Panels über Nahrungsmittelzusätze, Geschmacksverstärker, Verarbeitungshilfen und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (AFC), verabschiedet 2008;
 www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/doc/754.pdf
Stellungnahme der EFSA zur Beurteilung einer neue Studie zur Bioverfügbarkeit von Aluminium in Lebensmitteln; 2011
www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/2157.htm 
Risikobewertung durch die französische Behörde für Arzneimittel (Agence Française de Sécurité Sanitaire des Produits de Santé (AFSSAPS)) hinsichtlich der Verwendung von Aluminium in Kosmetikprodukten.
 www.afssaps.fr/var/afssaps_site/storage/original/application/ad548a50ee74cc320c788ce8d11ba373.pdf