Fluor (F) ist das erste Element der Gruppe der Halogene und
das reaktionsfähigste aller chemischen Elemente. Es tritt in Gasform auf und ist
äußerst giftig. "Fluorid" hingegen, die ionisierte Form (F-) von Fluor, tritt in
der Natur in Salzform auf und bildet einen natürlichen Bestandteil aller
Lebewesen. Der Ausdruck "Fluoride" bezieht sich auf Fluoridverbindungen, die
sowohl organisch als auch anorganisch sein können. Fluor kommt in der Natur in
freier Form nicht vor. Fluoride sind dagegen überall zu finden: im Boden, in der
Luft und im Wasser, aber auch in Pflanzen und Tieren.
Fluoride werden häufig dem Leitungswasser zugesetzt, insbesondere in
Nordamerika. Außerdem sollen sie in Zahnpflegeprodukten Zahnfäule vorbeugen.
Fluoride sind wichtige Industriechemikalien, die breite Anwendung finden,
insbesondere für die Aluminiumproduktion, für die Herstellung von
Fluorkohlenstoffe für Kühlschränke und Klimaanlagen, zur
Trinkwasserfluoridierung und zur Herstellung von Fluoridhaltigen
Zahnpflegeprodukten.
Eine übermäßige Fluoridzufuhr kann zu einer Fluorose führen.
Mehr:
Anorganische Fluoride, die über Wasser und Nahrung weitergeleitet werden, sind
für einen großen Teil der Umweltbelastung verantwortlich. Die wichtigsten
anorganischen Fluorverbindungen, gemessen an ihrem natürlichen Vorkommen und
ihrem Einfluss auf Lebewesen, sind Fluorwasserstoff (HF), Calciumfluorid
(CAF2), Natriumfluorid (NaF) , Schwefelhexafluorid und
Silicofluoride.
Quelle: basierend auf der GreenFacts Studie über Fluoride